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Elche jetzt auch im Nationalpark Bayerischer Wald PDF Drucken E-Mail
Montag, den 02. Januar 2012 um 23:59 Uhr

Die größte Hirschart der nördlichen Hemisphäre hat jetzt auch im Tierfreigelände des Nationalparks ein neues Zuhause gefunden.

 

Vor knapp hundert Jahren war diese imposante Tierart lichter Wälder sowie von Bach-, Seen- und Flusslandschaften in Deutschland ausgestorben.
In Mitteleuropa sind Elche in freier Wildbahn heute wieder, aber nur selten anzutreffen. Ausflüge von Einzeltieren der in Freiheit lebenden Elch-Population am Moldau- (Lipno-) Stausee (Tschechien, Sumava, CZ) nach Bayern endeten im Verkehrsgeschehen für die Tiere meist tödlich. Aber auch von Polen ziehen einzelne Wandertiere nach Sachsen, Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern.
Der im Video gezeigte Elch-Bulle (im Frühjahr wieder mit neu gewachsenen Stangen bzw. einer „Schaufel" zu betrachten) und die zwei Elch-Kühe stammen aus Schweden. Schneereiche Winter im Bayerischen Wald sind die Tiere aus ihrem Heimatland gewohnt. Nicht nur dort sind mächtigen Tiere mit ihrer charakteristischen überhängenden Oberlippe und der typischen Halswamme ("Bart") durch den Stammsitz des weltweiten Möbelkonzerns IKEA in Stoffform zum sympathischen Schmuse- und Knuddeltier geworden. Die Elche unterliegen in Deutschland dem Bundesjagdgesetz, sind aber wegen ihrer Seltenheit ganzjährig geschont.

der Elch-Bulle im Nationalpark

Jäger mit Foto- oder Filmkamera haben im Nationalpark Bayerischer Wald gute Chancen diese Tiere vor die Linse zu bekommen. Auf langer Strecke gibt es über Dammwege freien Blick auf das Naturgehege. Auch für Rollstuhlfahrer sind die Elche weitestgehend barrierefrei zu beobachten.

Schauen sie sich dazu unser Video an: Elche jetzt auch im Nationalpark Bayerischer Wald